Frauen sind sogut wie überall auf der Welt benachteiligt. Dies wird vor allem durch patriarchale Systeme ausgelöst. Schlimmer ist es jedoch dann, wenn man als Frau durch diese Systeme, Bräuche, Sitten und auch religiöse Anschauungen auch noch Gewalt erfährt.

Am heutigen Internationalen Tag soll auf diese Gewalt an Frauen aufmerksam gemacht werden; sie soll sichtbar werden, da sie oft hinter verschlossenen Türen geschieht oder totgeschwiegen wird. 

Diese Gewalt kann schon vor der Geburt eines Mädchens beginnen, mit der vorgeburtlichen Geschlechtsselektion. Dies ist unter anderem in den Ländern China und Indien beliebt. Hier werden Jungen als Kinder bevorzugt. Die Folge ist, dass es im Verhältnis viel zu wenige Frauen gibt, und diese zur Heirat aus benachbarten Ländern entführt werden. Diese Zwangsheirat kann auch schon in jungen Jahren stattfinden. Besonders in Ländern wie dem Niger, Tschad, Bangladesh, dem Südsudan und vielen mehr sind Kinderbräute und Zwangsehen beliebt. Aber auch hier in Deutschland hat es im Jahr 2019 74 bekannte Fälle von Zwangsehen gegeben. Die jungen Mädchen werden meistens minderjährig verheiratet, oft an viel ältere Männer. Traumatische Erlebnisse und eine gestohlene Kindheit, sowie die Vernachlässigung der Bildung sind nur ein paar der Folgen. Der sexuelle Missbrauch und die Vergewaltigung gehören auch dazu. Etwa 9.523 Mädchen und Frauen haben diese Tat schon einmal überlebt; die Dunkelziffer wird wesentlich höher sein (Stand 2019). Oft kennen die Opfer den Täter. Selten spricht ein Opfer über das erfahrene Leid, oft aus Scham, aber auch, weil ihnen selten geglaubt wird oder sie als Auslöser für die Tat oder Mitschuldige angeprangert werden. Zu diesen Vergewaltigungen gehören auch Zwangsprostitution. Jedes Jahr werden allein in Deutschland mehrere tausend Mädchen und Frauen Opfer von Zuhältern. Dies kann durch Loverboys und psychischen Terror, Menschenhandel, aussichtslose Lebenslagen und vieles mehr geschehen. Aber auch außerhalb von dieser Brange werden Frauen Opfer von sexueller Gewalt. Wie zuvor schon erwähnt durch Vergewaltigungen, welche aber auch im häuslichen Rahmen mit Gewalt einhergehen können. Viele Frauen haben diese Gewalt schon einmal erfahren, die oft von dem eigenen Partner ausgeht. Die Taten reichen von vorsätzlicher, einfacher Körperverletzung (69.012 Fälle), gefährlicher Körperverletzung (11.991 Fälle), Freiheitsberaubung (1514 Fälle) bis zu Mord und Totschlag (301 Fälle); Stand 2019. Das eigene Zuhause einer Frau ist somit der gefährlichste Ort für sie. Auch aus diesem Grund ist es für viele Opfer schwer, öffentlich über die Misshandlungen zu sprechen. Die Täter üben außerdem psychischen Terror aus, weshalb Opfer viel zu schwach sind, um sich sowohl seelisch und als auch körperlich zu wehren. Diese Gewalt kann bis zu einem Femizid gehen, welcher alle 72 Stunden in Deutschland geschieht. Durch den Corona Lockdown sind die eh schon hohen Fallzahlen noch weiter gestiegen. Die Frauen und auch Kinder sind nun mit den Tätern zuhause, weshalb weniger Frauen zum Hilfetelefon greifen können. 

Bedingt durch gesellschaftliche patriarchale Strukturen sind Frauen öfter von Armut und vor allem Altersarmut betroffen. Da meistens Frauen Kinder bekommen und diese anschließend großziehen, sind sie nicht erwerbstätig oder nur in Teilzeit beschäftigt. Dies übt sich negativ auf die Rente aus, da die Erziehung von Kindern nicht angemessen angerechnet wird. Auch die geringere Bezahlung von Frauen für die gleiche Arbeit, wie sie Männer leisten und die Abwertung und geringere Bezahlung in “typischen weiblichen Berufen” führen zu diesen Armutsformen. Im Durchschnitt sind in Deutschland 15,9% der Frauen von dieser Armut betroffen. Im Jahr 2019 lag die Zahl sogar höher.

Wir fordern deshalb, dass Jungen und Männer mehr gebildet, sensibilisiert und aufgeklärt werden. Diese sollten ihr Verhalten dringend ändern und die Gesellschaftz ihren Blickwinkel; vor allem im Thema Vergewaltigung ändern; um all diesen Probkemen Abhilfe zu schaffen. Gesellschaftlich müssen die Frauenrechte gestärkt werden, welche die Bestimmung über den eigenen Körper und Lebensgestaltung  beinhalten sollte.Wir fordern, dass die Bezahlung von “typisch weiblichen Berufen” erhöht werden und ihre gesellschaftliche Unentbehrlichkeit anerkannt werden muss . Erziehungszeiten müssen angemessen angerechnet werden, damit Altersarmut verhindert werden kann.Wir fordern, dass die Frauenhäuser gestärkt werden. Mittel hierzu wären mehr Gelder, aber auch die Finanzierung von Neubauten, um mehr Platz für Betroffene zu schaffen. Wir fordern, dass es mehr Hilfsangebote für Frauen geben muss, in finanzieller, wohntechnischer und unterstützender Hinsicht. 

Falls ihr in einer gefährlichen Lage seid, gibt es Angebote vom “Hilfetelefon” 08000 116 016 oder Codewörter wie “Maske 19”, welche es euch ermöglichen können, Hilfe zu rufen. Speziell vom Kreis Offenbach gibt es die Website frauenhelfenfrauen-kreisof.de, unter welcher Frauen sich Hilfe holen können. Eine Organisation namens One Billion Rising steht außerdem zur Verfügung.